Safehouse im Test

Ein kooperatives Brettspiel von Sebastian Fitzek und dem moses. Verlag

Safehouse - Sebastian Fitzek
Cover Safehouse

In dem Hotelzimmer mit der Nummer 1904 ist etwas schreckliches passiert. Ein Verbrechen wurde ausgeübt und ihr habt es gesehen. Es ist aber zu wenig Zeit, um darüber nachzudenken, denn der Täter hat euch ebenfalls gesehen. Ihr müsst fliehen... und zwar schnell. Eure einzige Chance dem Mörder zu entgehen, ist das Zeugenschutzprogramm. Im Safehouse seid ihr sicher! Dieses müsst ihr aber erst einmal erreichen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Schafft ihr es oder bringt euch euer Verfolger im letzten Moment doch noch zur Strecke?

Safehouse von Sebastian Fitzek wird mit zwei bis vier Spielern gespielt. In Safehouse ist viel Kommunikation gefragt. Ohne diese wird das Spiel ganz schwierig und es ist sehr hart, das Spiel zu bezwingen.

Safehouse - Spielvorbereitung

Nachdem ihr die Schwierigkeitsstufe gewählt habt und das Spielbrett in der Tischmitte ausgelegt habt, platziert ihr den schwarzen Verfolgerstein auf dem weißen Feld im Hotelzimmer (Erste Seite des "Buches"). Euren blauen Stein legt ihr auf das blaue Feld mit der Zahl "0". Alle Kapitelkarten werden in Kapitel geteilt (Hotelzimmer, Hafen, Stadt, Wald, Safehouse) und gemischt. Außerdem werden alle Fluchtkarten gemischt und an jeden Spieler werden Karten je nach Spieleranzahl ausgeteilt. Außerdem zieht jeder eine Kapitelkarte vom Hotelzimmer auf die Hand.

Aus den restlichen Fluchtkarten werden fünf gleichvgroße Stapel gebildet, in denen jeweils Verfolgerkarten eingemischt werden - Anzahl ist auch hier dem Szenario entsprechend. Danach werden alle Stapel unabhängig voneinander gemischt und aus allen kleinen Stapeln wird ein großer gebildet.

Die Sanduhr wird auf dem Spielbrett auf dem Feld mit der 30 gestellt. Alternativ gibt es einen Barcode auf dem Spielbrett. Dieser führt zu einer Webseite mit einem Countdown und stimmungsvoller Musik. Wir empfehlen mit der Musik zu spielen.

Spielablauf

Mit Start des Countdowns oder mit Umdrehen der Sanduhr beginnt die Verfolgungsjagd in Safehouse. In eurem Spielzug könnt ihr verschiedene Aktionen abhandeln. Entweder ihr spielt so viele Karten aus, wie ihr möchtet oder ihr tauscht alle Karten auf der Hand gegen Neue aus.

Auf den Kapitelkarten sind Symbole in der jeweiligen Farbe jener Fluchtkarten, die ihr ausspielen müsst, um diese Kapitelkarte abzuhandeln. Jede Farbe der Fluchtkarten hat jeweils die Zahlen von 1 - 15 abgebildet. Nun müssen die Fluchtkarten eines Kapitel in aufsteigender Reihenfolge gespielt werden (gleiche Zahlen gehen auch, die Reihenfolge der Farben spielen dabei keine Rolle). Beispiel:

Safehouse - Kapitelkarte
Kapitelkarte abhandeln - Beispiel

Die Kapitelkarte zeigt zwei Gelbe und zwei Grüne Karten. Diese wurden in aufsteigender Reihenfolge gespielt, die gleiche Zahl einer Karte kann dabei auch gespielt werden. Ist eine Kapitelkarte komplett abgehandelt, dürft ihr so viele Schritte vorziehen, wie der Pfeil auf der Karte anzeigt. In diesem Fall drei Schritte. So handelt ihr nach und nach einzelne Kapitel ab und blättert immer eine Seite in dem "Buch" um, um ein neues Kapitel zu eröffnen.

 

Anschließend zieht der aktive Spieler wieder bis auf sein Handkartenlimit vom Nachziehstapel auf. Dabei darf er entscheiden, ob er eine oder mehrere weitere Kapitelkarten zieht oder Fluchtkarten. Dabei kann es aber sein, dass Verfolgerkarten gezogen werden, die den Verfolger erlauben, euch eine entsprechende Anzahl an Schritten nachzulaufen.

 

Was macht die Uhr in Safehouse?

Jedes Mal nach zwei Minuten ertönt ein Horn. Dadurch wird der Verfolger einen Schritt in Richtung Teammarker gesetzt. Ist die Zeit komplett vertrichen und ihr seid noch nicht im Safehouse, verliert ihr das Spiele ebenfalls. Gewonnen ist das Spiel, wenn ihr das Safehouse erreicht, bevor ihr vom Verfolger eingeholt wurdet.


Spielplan Safehouse
Spielplan Safehouse

Spielmaterial

Bei dem Spielmaterial sind wir zweigespalten. Das Spielbrett in Buchform ist sehr hochwertig und wunderschön illustriert. Das Pop-Up-3D-Element auf der letzten Seite des "Buches" ist ebenfalls von ordentlicher Qualität. Es macht nicht den Eindruck, dass es nach Zehnmal Auf- und Zuklappen kaputt gehen wird.

Auf der anderen Seite stehen die mitgelieferten Karten: Diese sind aus sehr dünner Pappe und teilweise recht pixelig gedruckt. Das ist echt schade, weil der Rest des Materials echt super ist. Hier hätte man unserer Meinung nach ruhig 2-3 Euro mehr in die Hand nehmen können, um vernünftige Karten zu drucken. Selbst normale Spielkarten sind stabiler.



Fazit

Safehouse ist ein etwas anderes kooperatives Spiel. Die Story und der Mechanismus ist wirklich sehr gut gelungen. Der Schwierigkeitsgrad ist auch sehr gut gewählt. Es ist nicht zu einfach und man muss verschiedenen Taktiken ausprobieren, um an ins Safehouse zu gelangen. Schön sind auch die verschiedenen Szenarien, die den Schwierigkeitsgrad nochmal anheben. Es hat uns sehr gefallen.

Als wir das Spiel gespielt haben, waren wir sehr frustriert, dass wir es nicht schaffen. Von Mal zu Mal wurden wir aber besser. Leider haben wir nach Bestehen des Szenarios gedacht: "Okay... und jetzt?" Hat man es einmal geschafft, ist der Wiederspielreiz relativ gering.

Sehr schade finde ich die Qualität der Spielkarten. Da diese sehr dünn sind, gehen diese schnell kaputt. Es hätte nicht geschadet, wenn man diese etwas hochwertiger produziert hätte.

 

Vielen Dank an den moses. Verlag, die uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Daten & Fakten zu Safehouse

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: moses. Verlag

Erschienen: 2017

Spieleranzahl: 2-4

Alter: ab 12 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Preis: ca. 30,- €


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